Aktuell gibt es 4 Austauschschüler der unkommerziellen Organisation Youth for Understanding (YFU) die in der Region platziert sind. Drei gehen auf das Björknäs-Gymnasium in Boden. Die 17-jährige, deutsche Carolin Goebel wohnt bei Kaisa och Karl-Eric in Lombäcken.

– Wir denken dass die Schulleitung immer positiv eingestellt und hilfsbereit war beim Finden des richtigen, schulischen Schwerpunktes für die Austauschschüler, sagt Kaisa Olsson.

Die Familie bekam die erste Anfrage ob sie einen Austauschschüler aufnehmen möchten schon vor 18 Jahren gestellt.

– Wir fanden keinen Grund „Nein danke“ zu sagen. Es fühlte sich spannend und interessant an einen extra Jugendlichen in die Familie zu bekommen für ein Jahr und eine neue Kultur von ihm zu lernen. Das hat unsere ganze Familie bereichert, bis hin zu unseren Enkelkindern, erzählt Kaisa Olsson.

Ihre aktuelle Austauschschülerin Carolin besucht das dritte Jahr des Björknäs-Gymnasium mit Musikschwerpunkt.

– Ich kam nach Schweden um auf eine schwedische Schule zu gehen, die Sprache zu lernen, die Kultur kennen zu lernen und ein Teil einer schwedischen Familie zu werden. Ich wusste eigentlich schon immer das ich einmal Austauschschüler sein werde. Das ich genau Schweden wählte kommt daher, dass meine Verwandtschaft ein Sommerhaus in Växjö hat indem wir schon öfters mal die Ferien verbracht haben, sagt sie.

Damit Austauschschüler und Gastfamilie gut zusammen passen ist es ein Vorteil wenn sie gemeinsame Interessen teilen. Bei Familie Olsson.Johansson mag man unter anderen Freiluftaktivitäten, Musik und Kultur. Da ist es gut einen musikalischen Austauschschüler wie Carolin aufzunehmen welche singt und Schlagzeug spielt.

– Damit das Austauschjahr ein Erfolg wird muss es natürlich auch in der Schule gut funktionieren und der Umgang mit den Klassenkameraden eine Freunde bereiten, sagt Karl-Eric Johansson.

Für den Kontakt nach Hause empfehlt YFU den Austauschschülern nicht so viel Kontakt under den ersten Monaten und stattdessen auf das Einleben in dem neuen Land zu fokussieren um Heimweh entgegen zu wirken.

– Natürlich habe ich auch mal Heimweh und vermisse meine Familie, aber das wird genauso umgekehrt sein wenn ich jetzt wieder nach Deutschland zurück komme und von dort aus dann zurück sehe und mich an meine Zeit in Schweden erinnere. Boden und Lombäcken sind meine zweite Heimat geworden, sagt Carolin Goebel.

Sie verlässt Familie Olsson-Johansson nach Midsommar und sagt dass sie es wirklich gut hatte während ihren fast ein jährigen Aufenthalt bis jetzt.

–Ich habe gelernt mit den Schneemassen umzugehen und es noch mehr lieben gelernt Ski zu fahren.

Sie konnte sogar Nordlichter beobachten und fotografieren.

– Mein Schwedisch ist auch wirklich gut geworden. Ich denke es war ziemlich einfach, auch wenn ich noch den ein oder anderen Fehler mache.

Familie Olsson-Johansson hält Kontakt mit den meisten ihrer zwölf Austauschschüler auch nach deren Austauschjahr.

– Es sind einige Reisen runt um die Welt zusammengekommen in den Jahren in denen wir ehemalige Austauschschüler besucht haben. Wir sind gerade erst wieder von Bangkok zurück kommen von genau einer solchen Reise. Viele Austauschschüler sind auch immer wieder zurück gekommen und haben uns hier in Schweden besucht.

Carolin Goebel ist selbst schon aktiv als YFU Ehrenamtliche um anderen Austauschschülern zu helfen. Ihr Engagement wird nach Abschluss ihres Jahres hier in Schweden erst richtig anfangen.

– Es ist einfach spannende Reise die man jeden Tag macht während man Schweden mehr und mehr kennenlernt, gleichzeitig teilt man auch seine eigene Kultur. Ich hoffe das mehrere Austauschschüler hier platziert werden und das mehrere Familien die Chance ergreifen einen Schüler bei sich aufzunehmen.